Darum sollte das Topmanagement nicht über Features entscheiden

Dieser kleine Filmausschnitt ist einfach herrlich. Ich kann mich sehr lebhaft an meine Zeiten als Entwickler erinnern. Und bekanntlich zählt ja: “Geht nicht, gibts nicht…”

Unbedingt alles schauen, auch wenn es ein wenig länger als ein normales YouTube Video..

via Agile Scout.

Django – Python auf Steroiden

Seit Jahren programmiere ich PHP. Auch Java ist mir einigermassen bekannt und ich habe diverse Projekte während dem Studium damit umgesetzt und dazu ein paar Ausflüge in exotische Sprachen wie Lisp, Prolog und MatLab gemacht. Ich wurde sogar genötigt ein wenig C/C++ zu lernen.

Seit einigen Wochen schlage ich mich mit Python und dem dazu passenden Webframework Django herum. Stellte sich heraus, dass das Deployment nicht ganz so einfach wie bei PHP ist, aber wenn man es dann mal gemacht hat, dann ist auch das kein Hexenwerk mehr. Mein Fazit bisher: Super!

Was ich an Django mag

  1. Klare Trennung von Code und HTML.
  2. Tiefe Integration in Linux und das Terminal
  3. Nein ich vermisse geschweifte Klammern und Strichpunkt am Zeilenende überhaupt nicht
  4. Die Models und wie sie direkt auf die DB gemappt werden
  5. Das Out of the box Backend
  6. IDE Eric (lustiger Name)

Den Horizont erweitern

Ich weiss nicht, ob ich Django wirklich jemals beherrschen werde, da ich im Moment einfach nicht den ganzen Tag dran sitzen kann ;) Aber es ist ein netter Ausflug und hat meinen Horizont erweitert. Es ist nicht alles Drupal ;) Und apropos Drupal: Ein interessanter sehr ausführlicher Artikel: Drupal or Django.

Eine Empfehlung an die dunkle Seite

Ein Freund zeigte mir ganz stolz wie er plant seine Webseite zu bauen: HTML mit ein wenig PHP includes. In etwa so, wie ich vor 15 Jahren auch mal angefangen habe. Ich fragte ihn, warum er denn nicht irgend ein Framework brauche: Joomla, WordPress oder Drupal machen genau das. Die logische Gegenfrage: “Was empfiehlst du?” Kleine Klammer: Ich bin/war leidenschaftlicher Drupal Fan. Das System ist mächtig, flexibel und cool. Während drei Jahren habe ich damit grosse und kleine Projekte umgesetzt. Klammer zu. Trotzdem lautete meine Empfehlung: WordPress. Ja, WordPress.

Sharepoint als Webplattform, nein danke

Jedes System hat seine Stärken und Schwächen. Jedes Tool ist für bestimmte Anwendungsszenarios geschrieben (und bei denen die sagen, sie können alles, bin ich immer skeptisch). Und ja ich kann die Tools missbrauchen und irgendwie wird es auch funktionieren, aber der Faktor Spass und Produktivität strebt schnell gegen Null. Beispiele gibt es leider zu viele:

  • Sharepoint als Webplattform. Super gut geeignet für Dokumentenverwaltung und Collaborationsachen. Aber bitte, bitte für Webauftritte gibt es viel bessere Plattformen!
  • Excel als Projektmanagementtool. Einfach mal Nach Projektmanagement Software googlen und dann kommen so einige Sachen. Selbst MS Projekt ist besser geeignet.
  • Powerpoint Wireframing Software. Es gibt so schöne Wireframing Software: Balsamique.

“Religiöse Entscheidungen” Pfui

Mir wird übel wenn ich Aussagen à la “We are a Microsoft Company” höre und das Hauptgrund für Sharepoint ist. Oder wenn Entscheidungen schon beinahe aus religiöser Überzeugung gefällt werden. Genau so schlimm: “Firma XY hat das auch, da muss es schon gut sein.”

Sachlich bleiben

Das Geschäftsleben wäre um einiges einfacher, würde vermehrt sachlich entschieden. Ich müsste mich nicht mit Tools abmühen, welche vollkommen sinnlos sind. Daher: Ich habe ein gutes Gefühl, als ich meinem Freund WordPress empfohlen habe und nicht Drupal. Sorry Drupal, aber ich glaube er wird glücklicher mit WordPress.

So falsch kann ich nicht liegen: Acquia und Redmine

Acquia ist Drupal. Gegründet von Dries, dem Vater von Drupal, bietet Acquia alle möglichen Dienste rund um Drupal an. Man könnte meinen, dass alle mögliche Software, vom Intranet über die Buchhaltung bis hin zur Webseite basierend auf Drupal ist. Falsch. Die Webseite läuft auf Drupal… zum Glück. Was Intranet und Buchhaltung angeht kann ich nicht sagen. Aber als Projekt Managementplattform setzen sie Redmine ein. So etwas liesse sich gut in Drupal nachbauen, aber Redmine ist eben dafür gemacht und daher viel besser.

Ein Soziales Netzwerk für Geeks Diaspora

Ziemlich genau ein Jahr ist es her. Das Projekt Diaspora wurde gegründet, um sich gegen Facebook aufzulehnen. Es wurde viel gelobt:

The NewYork Times, New York Magazine, Mashable und TechCrunch. Seither ist einiges passiert. Was ist also wirklich los mit Diaspora. Sie rühmen sich vor allem mit den folgenden drei Punkten: Privatsphäre, Ownership und Einfachheit.

Diaspora vs. Google+

Google+ legte einen fulminösen Start hin und buhlt um die Gunst der Nutzer. Google+ hat genau das gemacht, was Diaspora geplant hat:

Diaspora lets you sort your connections into groups called aspects. Unique to Diaspora, aspects ensure that your photos, stories and jokes are shared only with the people you intend.

Gibt es bei Google+ auch. Dort heissen die Gruppen Kreise und funktionieren wunderbar. Auch in Facebook soll dieses Feature ein wenig nachgebessert worden sein. Habe es aber noch nie ausprobiert.

You own your pictures, and you shouldn’t have to give that up just to share them. You maintain ownership of everything you share on Diaspora, giving you full control over how it’s distributed.

Mag vielleicht in Facebook anders sein, in Google+ jedoch gehören die Bildchens mir, da dafür Picase eingesetzt wird. Und der Picasa Legal Notices sagt: “Google does not claim any ownership in any of the content, including any text, data, information, images, photographs, music, sound, video, or other material, that you upload, transmit or store in your Picasa account. We will not use any of your content for any purpose except to provide you with the Service.” Picasa Legal Notices [update: 6.7.2012 - Link geht nicht mehr]. Google erlaubt mir sogar alle meine Daten einfach per Knopfklick zu zippen und herunterzuladen.

You own your pictures, and you shouldn’t have to give that up just to share them. You maintain ownership of everything you share on Diaspora, giving you full control over how it’s distributed.

Design ist schlussendlich immer Geschmackssache, ich finde jedoch Google+ sehr aufgeräumt und sauber und ich glaube, da bin ich nicht der einzige.

Von den Funktionen her kann Diaspora also nicht punkten.

Dezentrales Soziales Netzwerk für Geeks

Diaspora soll dezentral aufgebaut sein basierend auf sog. “pods”: “We’ve created software that lets you set up and run your own social network on your own “pod” (or server) and connect your network to the larger Diaspora* ecosystem. You can have a pod all to yourself, or one for just you and your friends, or your family, giving you complete ownership and control over your personal social information (including your identity, your posts, and your photos) and how it’s all stored and shared. Or you can simply join one of more than 20 open pods.”

Facebook hat 700 Million User. Ein grosser Teil davon weiss wahrscheinlich nicht einmal, was ein Browser ist (sie brauchen ihn einfach), wie sollen die sich dann einen eigenen Pod einrichten. Ausserdem: Den normalen Benutzer stört es auch nicht, wo seine Daten liegen, solange sie sicher sind (und wahrscheinlich nicht einmal darum kümmern sich die meisten Benutzer): Hauptsache es sind möglichst viele Freunde vorhanden und ich weiss wie es zu bedienen ist.

Diaspora als Geek Netzwerk

Es ist noch nicht einmal klar ob Google+ die kommenden Jahre überleben wird. Trotz all den technischen Pluspunkten und Vorteilen gegenüber Facebook beklagen sich die Leute: “Schon wieder ein neues Netzwerk”. Daher, was will Diaspora ausrichtigen? Sorry, ich glaube die kommen einfach zu spät. Wenn sie glück haben, werden sie von Google aufgekauft und können eventuell noch vorhandene Ideen in Google+ einbringen, das ist es dann aber auch schon.

Wahrscheinlich lassen sich interessante Sachen mit den Pods machen, doch wird das den normalen Benutzer kaum stören. Er will hauptsächlich Fotos von Freunden anschauen, irgendwelche mülligen Statusnachrichten verfassen und mit Freunden chatten. Daher für Geeks sicher interessant und es wird sicher spannend, was man alles damit anstelle lässt, aber für die Massen? Vielleicht lässt sich damit ein geschlossenes Netzwerk bilden, welches sich in grossen Firmen implementieren lässt -> wäre sicher noch ein interessantes Geschäftsmodell.

Lessons Learned mit nachhaltigem Nutzen?

Für jedes normale Projekt gibt es am Anfang ein Kick-Off Meeting und jeder gewissenhafte Projektmanager wird am Ende ein Lessons Learned Meeting einberufen. Gewissenhaft wie ich bin, habe ich mein soeben beendete kleine Projekt mit einem solchen Meeting abgeschlossen. Es kamen ein paar sehr wertvolle Punkte zusammen. Diese habe ich vorbildlich in einem Protokoll festgehalten und am Schluss nochmals an alle Teammitglieder verschickt und das Dokument im Projekt Workspace abgelegt.

Wäre das Dokument auf Papier würde es verstauben

Was machen die Teammitglieder mit dem Dokument? Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich landet es irgendwo in einem Archiv Ordner, wo es kläglich vor Einsamkeit verkümmert. Was passiert mit dem Dokument im Projekt Workspace? Der Workspace wird irgendwann archiviert und dann liegt es vor sich hin und wartet auf den Festplattencrash. Wer durchstöbert schon alte abgeschlossene Projekte nach wertvollen Informationen. Würde man diese Dokumente und Archive heute noch auf Papier ausdrucken, dann dürfte der Projektmanager keine Stauballergie haben. Die eigenen Erfahrungen vergisst man meistens nicht so schlecht, doch wie sieht es mit den Erfahrungen vom Mitarbeiter oder vom Vorgänger aus?

Mögliche Lösungsansätze?

Eine Sammlung von Worddokumenten ist definitiv eine schlechte Lösung. Ich frage mich, was eine gute Lösung wäre? Wie wäre es mit einem Excel File, das alle Lessons Learned aggregiert? Sicher nicht optimal aber besser als die Flut an Worddokumenten.

Optimal wäre eine kleine Datenbank, wo die Projekte strukturiert hinterlegt werden können und welche über eine leistungsfähige Suche einfach und effizient durchsucht werden können. Wahrscheinlich müsste man die Projekte nach Aufwand (Grösse), Domäne und Kategorie klassifizieren.

Möglichkeit wäre wohl auch ein kleines Wiki? Was sind deine Ideen? Wie machst du es? Was es auch immer ist: Es muss einfach zu pflegen sein, sonst macht es niemand und dann hat man auch nichts davon.

Lessons Learned als Alibi

Nach nächste Kick-Off Meeting folgt auch schon bald. Ein Blick in die (nicht verstaubten) Lessons Learned ähnlicher Projekte gibt dem Projektmanager einen Vorsprung. Ein vergessener Blick in die Lessons Learned ist verschwendete Zeit und Lessons Learned, welche ohne nachhaltige Hintergedanken geführt werden sind reine Zeitverschwendung, denn so schnell wie es in den Kopf geht ist es auch schon wieder draussen und gerät im nächsten Kick-Off Meeting sicher in Vergessenheit.

Scrum ist auch schuldig

Hier wird regelmässig (alle zwei bis 4 Wochen) eine Retrospektive durchgeführt, doch was passiert mit diesen Erkenntnissen? Verbesserung für den folgenden Sprint, um dann im übernächsten Sprint wieder in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen? Scrumgurus sollten auf jeden Fall mehr Erfahrungen mit Lessons Learned haben: Wie garantiert ihr einen nachhaltigen Nutzen?

Weiterführende Links:

Interpersonal Skills a PMP Needs: 3. Motivation

Editor’s note: This is a guest post from Cornelius Fichtner.

If you want to ensure the success of your project, you should work on developing your motivation skills. Having these skills will help that your project team members stay interested in the project, want to their best, and work toward the common goal.

Good skills as a motivator will allow you to create an environment that allows team members to meet the objectives of the project while simultaneously being satisfied with the work they are accomplishing.

Usually, being a good motivator and PMP is all about knowing how each individual member can be motivated. Some will do better work if they are challenged while others need to be reassured that they are doing good work. Other ways to provide motivation is through public praise or financial compensation.

Everyone is motivated differently. Your project will be much more successful if you can determine what motivates your team and act on it.

Wie IT Projekte wirklich funktionieren

Einfach treffend. Die Illustration mag bereits einige Jahre auf dem Buckel haben und dennoch steckt sehr viel Wahrheit dahinter. Vielleicht würden wir gut daran tun, bei einem Kickoff Meeting mit den Stakeholders kurz über diese Illustration zu gehen.

Immer wieder erlebt. Immer wieder eine Überraschung. Besonders “How the business consultant described it”. Ist wie auf Sharepoint zugeschnitten und dann eine weniger angenehme Überraschung, wenn man sieht was wirklich geht (bzw. was in einem vertretbaren Rahmen möglich ist).

Auf ProjectCartoon kannst du dir dein eigenes Cartoon zusammenstellen.

How IT Projects really work info grafic

Vergiss nie einen Stakeholder

Ich durfte/musste diese Woche eine sehr lehrreiche Erfahrung machen. Vergiss nie einen Stakeholder! Denn irgendwann werden Sie aus dem Nichts auftauchen und dich auf dem falschen Fuss erwischen. Einige Tipps, damit mir das in Zukunft nicht passiert:

1. Stakeholder Analyse

Wieviel Einfluss hat der Stakeholder? Ist er ein Freund oder Feind des Projektes? Oftmals reicht es jedoch nicht, diese auf dem Papier zu haben. Als PM muss ich meine Stakeholder kennen. Wenn ich sie mal am Tisch hatte, kann ich einschätzen, was für eine Einstellung sie gegenüber dem Projekt haben. Ist er ein Problemdenker oder eher Lösungsorientiert? Beeinflusst das Projekt seine tägliche Arbeit? Es gibt viel zu wissen über einen Stakeholder.

2. Kommunikationsplan

Einen Kommunikationsplan entwerfen und diesen beim Kickoff Meeting (wo eigentlich alle beteiligten dabei sein sollten) vorstellen. Wann, wo und wie sind Informationen zu erwarten/erhalten.

3. Regelmässig kommunizieren

Auch wenn gewisse Phasen eines Projektes wenig interessant für einen Stakeholder scheinen mögen. Gib ihm die Möglichkeit zu wissen, was abgeht. Dafür gibt es ein einfache und eine komplizierte Möglichkeit:

  1. The American Style: CC. Einfach, schnell und unkompliziert. Hat aber ein bisschen einen altmodischen Beigeschmack und vielleicht interessiert es sie wirklich nicht. Nicht schicken geht aber auch nicht, sonst kommt bald die Antwort: “Ich wurde darüber nicht informiert”.
  2. The Modern Style: Notifications. Projektmanagement Plattform, wo alle Dokumente abgelegt werden. Wenn interessiert, der kann sich einen Alert setzen und wir dann automatisch über Neuigkeiten informiert. Wer es nicht macht soll sich danach dann auch nicht beklagen.