Macht nur einen Plan

Herrlich. Änderungen kann man entweder lieben oder hassen. Da sie sowieso kommen, sollte man sie lernen zu lieben.

Macht nur einen Plan!!!
Wir ändern morgen, wir ändern heut, wir ändern wütend und erfreut.
Wir ändern, ohne zu verzagen, an allen sieben Wochentagen.
Wir ändern teils aus purer Lust, mit Vorsatz teils, teils unbewusst.
Wir ändern gut und auch bedingt, weil ändern immer Arbeit bringt.
Wir ändern resigniert und still, wie jeder es so haben will.
Die Alten ändern und die Jungen, wir ändern selbst die Änderungen.
Wir ändern, was man ändern kann, und stehen dabei unsern Mann.
Und ist der Plan auch schon gelungen, bestimmt verträgt er Änderungen.
Wir ändern deshalb früh und spät alles was zu ändern geht.
Wir ändern heut und jederzeit, zum Denken bleibt uns wenig Zeit.
Änderungen vorbehalten!

Prof. Runzheimer war bis 2002 Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft in Pforzheim

via Bau Projekt Management Blog

Open PM – Die offene Projektmanagement Plattform

Schon seit einigen Tagen geistert der Begriff #openpm durch die PM Blogs. Was es mal genau wird, ist mir noch nicht ganz klar:

Open-PM (#openpm) ist eine offene, frei zugängliche, unabhängige und nicht kommerzielle Plattform für Projektmanagement und alle, die an Projekten arbeiten. Aus der Praxis für die Praxis werden qualitativ hochwertige, interdisziplinäre, vielfältige und unter einer freien Lizenz nutzbare Tools und Prozesse als zentral verfügbares Know-How gesammelt, bereitgestellt und gemeinsam weiter entwickelt.  [openpm.info]

Sehr vielsagend: Ein offenes Base Camp? Doch davon gibt es bereits wie Sand am Meer. Eine grosse Sammlung an Tools mit Reviews? Ein Forum zum Diskutieren und austauschen, sprich eher in Richtung Community? Ein PM-Wiki? Schwer zu sagen.

Bisher gibt es durchaus positives Feedback? Der Gedanke einer interdisziplinären, unabhängigen PM Community klingt durchaus verlockend, doch wird es auch genügend aktive Mitglieder anziehen? Bisher hatte ich eher das Gefühl, dass Projektmanager (abgesehen von der IT) eher zurückhaltend sind mit den neuen Medien. Vielleicht weil es bisher noch keine geeignete Community gegeben hat, oder vielleicht habe ich die eingschlägigen Blogs einfach noch nicht gefunden?

Laut Marcus Raitner werden wir im Februar 2012 mehr erfahren bzw. sehen. Hier würde ich gerne mehr Transparenz erwarten. Was wird gemacht, wo ist der Stand, wo gehts hin. OpenPM: Dann gleich richtig. Als sehr positives Beispiel kann ich hier nur das Redesign von Drupal.org erwähnen. Es hat Mark sicherlich einiges an Nerven gekostet, aber wenn schon OpenSource und Community, dann richtig.

Vom Projektmanager und Strassenmusiker

Leo Babauta hat mich mal wieder inspiriert: “Become a God of Learning Your Trade“. Er schreibt dort:

A lot of you are like me – trying to do what you love, and figuring out the best way to do that.
It’s not always easy to do what you love, because:

  • You aren’t sure you’re good at it.
  • You don’t know if it will work.
  • You don’t know if people will like it.
  • You don’t know how to get better.
  • You doubt your ability to succeed.
  • You might spend months working on something, only to have it fail.

And these are tough problems.

But I have a method for beating them. And it’s a simple trick. Do it in public, and get immediate feedback. It’s one of the most powerful things you can implement, I promise.

Ist die Musik gut, halten die Leute an und geben Geld, ist sie schlecht gehen sie vorbei.

Transparenz ist das Schlagwort. Der Projektplan soll offen sein fürs Team. Probleme sofort kommunizieren und nicht verschleiern. Budget soll transparent sein. Die Fakten für alle offen hinlegen. Leo macht den Vergleich mit einem Strassenmusikant. Ist die Musik gut, halten die Leute an und geben Geld, ist sie schlecht gehen sie vorbei. Es mag eine sehr schmerzliche Erfahrung sein, aber der Musikant weiss dann jedoch woran er steht. Am folgenden Tag kann er einen anderen Musikstil ausprobieren. Kommt das besser an? Am Abend wird er es wissen. Wenn der Hut voll ist, dann konnte er sich steigern.

Hat auch irgendwie einen agilen Touch. Kurze Iterationen. Lauffähige Software. Schnelles Feedback, um sich möglichst flexibel an die Wünsche des Kunden anzupassen.

 

International Project Management Day

Es gibt den Muttertag, den Vatertag, Tag der Arbeit, Kindertag und seit einigen Jahren sogar den Internationalen Projektmanagement Tag.

An international community of project managers that is acknowledged for their contributions to the business, government, and nonprofit environments and is perpetually enhancing the value of project management through knowledge sharing, networking, and excellence in execution of projects.

Dieser Tag wurde 2004 von Frank Saladis erstmals eingeführt. Ein ausgezeichnetes Interview zwischen Frank Saladis und Cornelius Fichtner gibts im PMPodcast. Das Podcast ist sehr empfehlenswert.

Projektmanagement und Wahlkampf

Aufräumen nach dem Wahlkampf ist selbstverständlich. In der Projektmanagement Welt leider nicht immer so.

Vor einigen Tagen haben die eidgenössischen Wahlen in der Schweiz stattgefunden. Seit Monaten wurde ein intensiver Wahlkampf geführt: Flyers ans Flyers verteilen, Plakate aufhängen, Diskussionen im Radio, einige waghalsige haben YouTube und sonstige Web 2.0 Kanäle eingesetzt, und wahrscheinlich noch einige mehr. Die Spannung ist stetig gestiegen, je näher die Deadline kam, umso mehr Herzblut wurde reingesteckt, um dann am Sonntag im grandiosen Finale zu enden. Für die einen war es die grosse Ernüchterung für die anderen der grosse und hart erkämpfte Erfolg. Und was bleibt am Montag übrig? Plakate die rumliegen, Flyers die zwischen den Veloständern verrotten und Webseiten, welche niemanden mehr interessieren.

Der Projektmanager steht wie ein Kapitän am Ruder, trotzt Wind und Regen, und hält das Ziel stets vor Augen.

Das ist ein typischer Projektverlauf, wie ihn jeder Projektmanager kennt: Harte Arbeit, Nachtschichten, Nervosität und Spannung: Das Herbeisehnen des Go-Live Termins. In jedem Projekt gibt es Höhen und Tiefen zu umschiffen. Der Projektmanager steht wie ein Kapitän am Ruder und trotzt Wind und Regen, das Ziel stets vor Augen.

Mit dem Go-Live des Projektes ist jedoch die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Auswerten, Nachbearbeiten und Aufräumen gehören wie auch beim Wahlkampf dazu und davon sind auch gescheiterte Projekte nicht ausgenommen: Auch die Kandidaten, welche nicht gewonnen haben, lächeln nicht mehr von den Strassenlampen herunter. Ein “Lessons Learned” Meeting mit dem Team und dem Kunden haben folgende positive folgen:

  • Performance für die kommenden Projekte steigern, indem gute Sachen beibehalten werden, während schlechte Sachen verbessert werden.
  • Die Beziehung zum Kunden wird intensiver. Wir machen das Meeting, weil wir denken, dass wir in Zukunft wieder zusammen arbeiten werden
  • Beziehung im Team stärken, sich gegenseitig motivieren und positiv kritisieren

Alles schön protokollieren und in die verstaubte Schublade legen. Natürlich nicht. Kurz und knapp dokumentieren, dafür regelmässig wieder anschauen (am Besten beim Start des nächsten Projektes).